Schulprofil 

Die „Heilstättenschule Salzburg" führt 9 Klassen.
3 Klassen und die Direktion befinden sich im Kinderspital Salzburg, 2 Klassen am Institut für Heilpädagogik, Kleßheimer Allee, 2 Klassen an der Kinder – und Jugendpsychiatrie der Christian Doppler Klinik in Salzburg und 2 Klassen am Kinderspital Schwarzach. Derzeit sind 14 LehrerInnen (Sonderschullehrerinnen, Hauptschullehrerinnen mit Zusatzprüfung, Volksschullehrerinnen mit Zusatzprüfung) an der Schule tätig.

Die Heilstättenschule ist eine Landesschule mit dem Schulsprengel Bundesland Salzburg. Sie zählt zu den Sonderschulen, es wird nach den Lehrplänen der Herkunftsschulen der Kinder unterrichtet.
Die Aufgaben der Heilstättenschulen sind vielfältig und richten sich ganz nach den Bedürfnissen des einzelnen Kindes bzw. der jeweiligen Einrichtung.

Von uns Heilstättenlehrerinnen wird sehr viel Flexibilität verlangt: Einzelunterricht, Unterricht in kleinen Gruppen, sofortiges Reagierenkönnen auf krankheits- und stationsbedingte Faktoren, die Einpassung in die großen Teams, der Umgang mit oft recht bedrohlichen Situationen, das schnelle Umschwenken von einer Unterrichtsart auf die andere, der richtige Umgang mit den verschiedensten Problemen der Kinder und Eltern.

Andrea   

bestellte Leiterin SD 

Andrea Landauer 

Manchmal braucht es auch eine Portion Mut, die Grenzen des „normalen" Lehrerseins zu überschreiten und Spielen, Musik hören, „Ratschen", Witze erzählen, Jausnen usw. als wichtige Zugangsformen zu oft verhaltensauffälligen, noch lernunfähigen Kindern zu akzeptieren.

Wie vielfältig die Möglichkeiten der Heilstättenschule sind, mögen einige Beispiele verdeutlichen. So kann z. B. ein krebskrankes Kind während seiner stationären Therapie tageweise Unterricht im Krankenhaus bekommen, während es in der übrigen Zeit von einem/einer Hauslehrer/in betreut wird. Ein Kind mit einer Schulphobie wird während eines stationären Aufenthaltes einige Zeit den Unterricht der Heilstättenschule besuchen und dann stunden-, später tageweise wieder zurück in seine Herkunftsschule gehen. In der übrigen Zeit wird es in der Klinik schulisch betreut, bevor es endgültig wieder in die Herkunftsschule integriert werden kann. Für einige Kinder ist es beispielsweise schwierig, die geeignete Schule zu finden, oder sie sind noch nicht so weit, dass sie in einer Klasse draußen bestehen könnten. Als wichtige Hilfe hat sich jedoch die psychotherapeutische Begleitung der Kinder und ihrer Eltern erwiesen.

Neben der eigentlichen Unterrichtsarbeit nimmt jede/r Lehrer/in noch an einer Reihe von Stationsbesprechungen teil, geht in Super- und Intervisionen und muss für alle Kinder, die länger als 2 Wochen stationär sind, eine Schulbesuchsbestätigung ausstellen, da alle Kinder SchülerInnen ihrer Herkunftsschule bleiben. Für viele Kinder müssen ausführliche pädagogische und sonderpädagogische Berichte verfasst werden. Die Beratung der Eltern und Lehrerinnen sowie die Teilnahme an Aufnahme-, Reflexions- und Abschlussgesprächen ist bei Kindern mit Schulschwierigkeiten wichtig.

Für Kinder mit onkologischen Diagnosen wird von uns der Hausunterricht in die Wege geleitet, denn diese Kinder werden zwar relativ schnell aus dem Krankenhaus entlassen, dürfen dann aber längere Zeit die Schule nicht besuchen. Der Hausunterricht wird im optimalen Fall von einem/einer Lehrer/in der Herkunftsschule gehalten und vom Sozialamt finanziert.

Unsere Arbeit ist nicht vorstellbar ohne die Mithilfe und das Verständnis der Herkunftsschulen, die nach einer Verordnung des Landesschulrates verpflichtet sind, uns Lehrstoffverteilungen, Tests und Schularbeiten zur Verfügung zu stellen und unsere Notenvorschläge in der Benotung zu berücksichtigen. Dies gilt für alle PflichtschülerInnen im Bundesland Salzburg, die mindestens die letzten 10 Wochen vor Semesterschluss bei uns verbringen.

Heilstättenschule auf eine kurze Formel gebracht: eine besondere Schule für besondere SchülerInnen mit besonderen LehrerInnen!